Homöopathische Erstanamnese

Bei einer homöopathischen Behandlung werden nicht nur körperliche Symptome behandelt, sondern der Mensch wird als Einheit von Körper, Geist und Seele berücksichtigt. Dabei wird dem individuellen Ausdruck der Krankheitssymptome eines einzelnen Patienten grosse Beachtung geschenkt. Das bedeutet: Mehrere Patienten, die an ein und derselben Krankheit leiden, erhalten nicht automatisch dasselbe, sondern ein auf sie abgestimmtes homöopathisches Arzneimittel. Dabei gilt für den Homöopathen anhand eines ausführlichen Gesprächs die Befindlichkeit des Patienten, seine Symptome, seinen Charakter und seine Lebensgewohnheiten (Schlaf, Essen, Vorlieben, Abneigungen etc.) herauszufinden.
Eine Erstkonsultation dauert in der Regel bei Erwachsenen ca. 90 Minuten und bei Kindern 60 Minuten.
Anschliessend werden in Abwesenheit des Patienten die verschiedenen Symptome repertorisiert, dh. ausgewertet mit Hilfe eines Symptomenverzeichnisses, um das entsprechende Mittel zu bestimmen. Die Mittelfindung ist die aufwendigste Arbeit eines seriösen Homöopathen.

 

Folgekonsultation

Nach ca. 6 bis 8 Wochen wird eine Folgekonsultation stattfinden, um zu beurteilen wie das homöopathische Mittel gewirkt hat und wie die Behandlung fortgesetzt wird (Wiederholung / Wechsel / Absetzen des Mittels etc.). Dieses Gespräch dauert in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten.

 

Heilungsverlauf

Das Ziel einer homöopathischen Behandlung ist eine dauerhafte Heilung durch Stimulierung der Selbstheilungskräfte. Bei einer korrekten homöopathischen Behandlung werden die Krankheitssymptome nicht unterdrückt, sondern der Organismus wird zur Selbstheilung angeregt. Dies kann bei chronischen Krankheiten meist zu einer sogenannten Erstverschlimmerung führen. Es handelt sich dabei um Heilreaktionen, die durch die Stimulation der geschwächten Lebenskraft ausgelöst werden, indem ein homöopathisches Mittel verabreicht wurde. Die aktuellen Beschwerden können sich vorübergehend verstärken oder es treten Symptome von Krankheiten auf, an denen der Patient bereits Jahre zuvor gelitten hat. Dies bedeutet, dass die Symptome jeder Erkrankung nur scheinbar geheilt, in Wahrheit aber unterdrückt wurden.
Nebst dem Verschwinden der körperlichen Symptome verspürt der Patient, dass sich z. B. der Schlaf verbessert hat, die Nervosität, Gereiztheit oder Ängste abgenommen haben. Die Lebensenergie nimmt zu!